Public Urban Art
(Urban Art im öffentlichen Raum bezeichne ich als Street Art. Es gibt aber viele, die Urban Art generell als Street Art bezeichnen.)
Street Art, ein Phänomen, das seit Anfang des 21. Jahrhunderts existiert, wurde durch mediale Verbreitung durchgesetzt. Es ist eine dynamische Kunstform, die stark von der Graffiti-Szene beeinflusst wurde. Ziel der Street-Art-Akteure war es, die Anerkennung durch eine in der Gesellschaft akzeptierte Kunstform zu erhalten und durch subversive Interventionen in den Alltag einzugreifen. Mit dem ortsspezifischen Werken machen sie auf Machtverhältnisse aufmerksam. Der öffentliche Raum ist kein neutraler Raum. Durch die visuelle Überschwemmung durch die Werbeindustrie entwickelten Firmen Logos mit Wiedererkennungswert. Diese Strategie Übernahmen die Akteure für sich und kreierten eigene Logos und Characters.
Street Art ist eine “Subkultur” einer heterogenen Gruppe. Sie verfolgen verschiedene Ziele und Interessen. Über ihre Werke und deren Platzierung kommunizieren sie untereinander und mit der Gesellschaft. Wobei sie Botschaften und Emotionen vermitteln.
Diese Akteure müssen sich weder nach den Regeln der Kunst richten, noch sind die oftmals als Künstler, Grafikdesigner oder Illustrator arbeitende Akteure dazu gezwungen, mit ihrem Strassenmotiv Geld zu verdienen. Für die meisten Akteure ist Street Art demnach eine Möglichkeit zu Interagieren, in der sie sich kreativ durch das anonyme Anbringen von visuellen Arbeiten im urbanen Raum ausleben können.
(Bild: Dr. Drax)

